agonia
english

v3
 

Agonia.Net | Policy | Mission Contact | Participate
poezii poezii poezii poezii poezii
poezii
armana Poezii, Poezie deutsch Poezii, Poezie english Poezii, Poezie espanol Poezii, Poezie francais Poezii, Poezie italiano Poezii, Poezie japanese Poezii, Poezie portugues Poezii, Poezie romana Poezii, Poezie russkaia Poezii, Poezie

Article Communities Contest Essay Multimedia Personals Poetry Press Prose _QUOTE Screenplay Special

Poezii RomÔnesti - Romanian Poetry

poezii


 
Texts by the same author


Translations of this text
0

 Members comments


print e-mail
Views: 6874 .



Die Bibliothek von Babel
prose [ ]

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
by [Jorge_Luis_Borges ]

2004-02-28  | [This text should be read in deutsch]    |  Submited by Nume



Das Universum (das andere die Bibliothek nennen) setzt sich aus einer unbegrenzten und vielleicht unendlichen Zahl sechseckiger Galerien zusammen, mit weiten Entl├╝ftungssch├Ąchten in der Mitte, die mit sehr niedrigen Gel├Ąndern eingefa├čt sind. Von jedem Sechseck aus kann man die unteren und oberen Stockwerke sehen: ohne ein Ende. Die Anordnung der Galerien ist unwandelbar dieselbe. Zwanzig B├╝cherregale, f├╝nf breite Regale auf jeder Seite, verdecken alle Seiten au├čer zweien: ihre H├Âhe, die sich mit der H├Âhe des Stockwerks deckt, ├╝bertrifft nur wenig die Gr├Â├če eines normalen Bibliothekars. Eine der freien W├Ąnde ├Âffnet sich auf einen schmalen Gang, der in eine andere Galerie, genau wie die erste, genau wie alle, einm├╝ndet. Links und rechts am Gang befinden sich zwei Einzigkleine Kabinette. In dem einen kann man im Stehen schlafen, in dem anderen seine Notdurft verrichten. Hier f├╝hrt die spiralf├Ârmige Treppe vorbei, die sich abgrundtief senkt und sich weit empor erhebt. In dem Gang ist ein Spiegel, der den Schein getreulich verdoppelt. Die Menschen schlie├čen gew├Âhnlich aus diesem Spiegel, da├č die Bibliothek nicht unendlich ist (w├Ąre sie es in der Tat, wozu diese scheinhafte Verdoppelung?); ich gebe mich lieber dem tr├Ąumerischen Gedanken hin, da├č die geschliffenen Oberfl├Ąchen das Unendliche darstellen und verhei├čen... Licht spenden ein paar kugelf├Ârmige Fr├╝chte, die den Namen "Lampen" tragen. Es gibt deren zwei in jedem Sechseck, seitlich angebracht. Das Licht, das sie aussenden, ist unzureichend, unaufh├Ârlich. Wie alle Menschen der Bibliothek bin ich in meiner Jugend gereist; ich habe die Fahrt nach einem Buch angetreten, vielleicht dem Katalog der Kataloge; jetzt, da meine Augen kaum mehr entziffern k├Ânnen, was ich schreibe, bin ich im Begriff, nur ein paar Meilen von dem Sechseck, wo ich geboren ward, zu sterben. Wenn ich tot bin, wird es nicht an mitleidigen H├Ąnden fehlen, die mich ├╝ber das Gel├Ąnder werfen werden, mein Grab wird die unauslotbare Luft sein; mein Leib wird immer tiefer sinken und sich in dem von dem unendlichen Sturz verursachten Fallwind zersetzen und aufl├Âsen. Ich behaupte da├č die Bibliothek kein Ende hat.
Die Idealisten argumentieren, da├č die sechseckigen S├Ąle eine notwendige Form des absoluten Raums seien, oder zumindest unserer Anschauung des Raums. Sie geben zu bedenken, da├č ein dreieckiger oder f├╝nfeckiger Saal unfa├čbar sei. (Die Mystiker behaupten, da├č die Ekstase ihnen ein kreisf├Ârmiges Gemach offenbare, mit einem gro├čen kreisf├Ârmigen Buch, dessen R├╝cken rund um die Wand l├Ąuft; doch ist ihr Zeugnis verd├Ąchtig; ihre Worte sind dunkel. Dieses zyklische Buch ist Gott.) F├╝r jetzt mag es gen├╝gen, wenn ich den klassischen Spruch zitiere: Die Bibliothek ist eine Sph├Ąre, deren eigentlicher Mittelpunkt jedes beliebige Sechseck, und deren Umfang unzug├Ąnglich ist. Auf jede Wand jeden Sechsecks kommen f├╝nf Regale jedes Regal fa├čt zweiunddrei├čig B├╝cher gleichen Formats, jedes Buch besteht aus vierhundertzehn Seiten, jede Seite aus vierzig Zeilen, jede Zeile aus etwa achtzig Buchstaben von schwarzer Farbe. Buchstaben finden sich auch auf dem R├╝cken jeden Buches; doch bezeichnen diese Buchstaben nicht, deuten auch nicht im voraus an, was die Seiten sagen werden. Ich wei├č, da├č dieser fehlende Zusammenhang zuweilen mysteri├Âs angemutet hat. Bevor ich die L├Âsung (deren Entdeckung trotz ihrer tragischen Auswirkungen wohl die wichtigste Tatsache der Geschichte ist) in gedr├Ąngter Form wiedergebe, will ich ein paar Axiome ins Ged├Ąchtnis zur├╝ckrufen. Erstes Axiom: Die Bibliothek existiert ab eterno. An dieser Wahrheit, aus der unmittelbar die k├╝nftige Ewigkeit der Welt folgt, kann kein denkender Verstand zweifeln. Der Mensch, der unvollkommene Bibliothekar, mag ein Werk des Zufalls oder b├Âswilliger Demiurgen sein; das Universum, so elegant ausgestattet mit Regalen, mit r├Ątselhaften B├Ąnden, mit unersch├Âpflichen Treppen f├╝r den wandemden und mit Latrinen f├╝r den se├čhaften Bibliothekar, kann nur Werk eines Gottes sein. Um die Kluft, die zwischen dem Menschlichen und dem G├Âttlichen liegt, so recht zu ermessen, braucht man nur die zittrigen Zeichen, die meine hinf├Ąllige Hand auf den Einband eines Buches krakelt, mit den organischen Lettern im Inneren zu vergleichen: gestochen, feingeschwungen, tiefschwarz, unnachahmlich symmetrisch.
Zweites Axiom: Die Anzahl der orthographischen Symbole istf├╝nfundzwanzig.* Diese Feststellung erm├Âglichte es vor dreihundert Jahren, eine allgemeine Theorie der Bibliothek zu formulieren und das Problem, das keine Vermutung entschl├╝sselt hatte, befriedigend zu l├Âsen: die formlose und chaotische Beschaffenheit fast aller B├╝cher. Eines, das mein Vater in einem Sechseck des Umgangs f├╝nfzehnhundertvierundneunzig erblickte, bestand aus den Buchstaben MCV, in perverser Wiederholung von der ersten bis zur letzten Zeile. Ein anderes (das in dieser Zone oft konsultiert wird) ist ein reines Buchstabenlabyrinth, aber auf der vorletzten Seite steht: O Zeit deine Pyramiden. Man ersieht hieraus: auf eine einzige verst├Ąndliche Bemerkung entfallen Meilen sinnloser Kakophonien, sprachlichen Plunders, zusammenhangloses Zeugs. (Ich wei├č von einer wilden Region, in der die Bibliothekare die abergl├Ąubische und eitle Jagd nach dem Sinn in B├╝chern verschm├Ąhen und die Lekt├╝re mit Traumdeuterei und Handlesekunst vergleichen... Sie geben zwar zu, da├č die Erfinder der Schrift die f├╝nfundzwanzig Natursymbole nachgeahmt haben; sie behaupten jedoch, da├č diese Anwendung zuf├Ąllig sei und die B├╝cher an sich nichts bedeuteten. Diese Anschauung geht, wie man sehen wird, nicht v├Âllig fehl.) Lange Zeit hindurch glaubte man, da├č diese undurchdringlichen B├╝cher in vergangenen oder fernobliegenden Sprachen ihre Entsprechung h├Ątten. Allerdings haben die fr├╝hesten Menschen, die ersten Bibliothekare, eine von der heute gesprochenen recht verschiedene Sprache benutzt; richtig ist auch, da├č ein paar Meilen weiter nach rechts die Sprache mundartlich und da├č sie neunzig Stockwerke h├Âher unverst├Ąndlich ist. All das, ich wiederhole, ist richtig, aber vierhundertundzehn Seiten, auf denen unwandelbar MCV wiederkehrt, k├Ânnen mit keiner auch noch so mundartlichen oder unentwickelten Sprache in Zusammenhang stehen. Einige wollten wissen, da├č jeder Buchstabe auf den n├Ąchstfolgenden Einflu├č nehme und da├č der Stellenwert von MCV in der dritten Zeile auf Seite 7I nicht der ist, den dieselbe Buchstabenreihe in anderer Stellung auf einer anderen Seite haben kann, aber diese vage These fruchtete nicht. Andere dachten an Kryptogramme; diese Deutung hat sich allgemein durchgesetzt, wenn auch nicht in der Bedeutung, wie ihre Er finder sie verstanden.
Vor f├╝nfhundert Jahren stie├č der Chef eines h├Âheren Sechseck** auf ein Buch, das so verworren war wie die anderen, das jedoch fast zwei Bogen gleichartiger Zeilen aufwies. Er zeigte seinen Fund einem wandemden Entzifferer, der ihm sagte, sie seien in Portugiesisch abgefa├čt; andere sagten dagegen, in Jiddisch. Vor Ablauf eines Jahrhunderts konnte die Sprachform bestimmt werden: es handelte sich um eine samojedisch-litauische Dialektform des Guarani mit einem Einschlag von klassischem Arabisch. Auch der Inhalt wurde entschl├╝sselt: es waren Begriffe der kombinatorischen Analysis, dargestellt an Beispielen sich unbegrenzt wiederholender Variationen. Diese Beispiele versetzten einen genialen Bibliothekar in die Lage, das Fundamentalgesetz der Bibliothek zu ent decken. Dieser Denker stellte fest, da├č s├Ąmtliche B├╝cher, wie verschieden sie auch sein m├Âgen, aus den gleichen Elementen bestehen: dem Raum, dem Punkt, dem Komma, den zweiundzwanzig Lettern des Alphabets. Auch f├╝hrte er einen Umstand an, den alle Reisenden best├Ątigt haben: In der ungeheuer weitr├Ąumigen Bibliothek gibt es nicht zwei identische B├╝cher. Aus diesen unwiderleglichen Pr├Ąmissen folgerte er, da├č die Bibliothek total ist, und da├č ihre Regale alle irgend m├Âglichen Kombinationen der zwanzig und soviel orthographischen Zeichen (deren Zahl, wenn auch au├čerordentlich gro├č, nicht unendlich ist) verzeichnen, mithin alles, was sich irgend ausdr├╝cken l├Ą├čt: in s├Ąmtlichen Sprachen. Alles: die bis ins einzelne gehende Geschichte der Zukunft, die Autobiographien der Erzengel, den getreuen Katalog der Bibliothek, Tausende und Abertausende falscher Kataloge, den Nachweis ihrer Falschheit, den Nachweis der Falschheit des echten Katalogs, das gnostische Evangelium des Basilides, den Kommentar zu diesem Evangelium, den Kommentar zum Kommentar dieses Evangeliums, die wahrheitsgetreue Darstellung deines Todes, die ├ťbertragung jeden Buches in s├Ąmtliche Sprachen, die Interpolationen jeden Buches in allen B├╝chern, der Traktat den Beda h├Ątte schreiben k├Ânnen (und nicht schrieb), ├╝ber die Mythologie der Sachsen, die verlorenen B├╝cher des Tacitus.
Als verk├╝ndet wurde, da├č die Bibliothek alle B├╝cher umfasse, war der erste Eindruck ein ├╝berw├Ąltigendes Gl├╝cksgef├╝hl. Alle Menschen wu├čten sich Herren ├╝ber einen unversehrten und geheimen Schatz. Es gab kein pers├Ânliches, kein Weltproblem, dessen beredte L├Âsung nicht existierte: in irgendeinem Sechseck. Das Universum war gerechtfertigt, das Universum bem├Ąchtigte sich mit einem Schlag der schrankenlosen Dimensionen der Hoffnung. In dieser Zeit war viel die Rede von "Rechtfertigungen": apologetische und prophetische B├╝cher rechtfertigten f├╝r immer die Taten jedes Menschen auf Erden, h├╝teten wundersame Arcana f├╝r seine Zukunft. Tausende von Begehrlichen verlie├čen ihr trautes Heimatsechseck und jagten die Treppen empor, von dem eitlen Vorsatz getrieben, ihre Rechtfertigung zu finden. Diese Pilger disputierten in den engen G├Ąngen, stie├čen dunkle Verw├╝nschungen aus, erw├╝rgten einander auf den g├Âttlichen Stiegen, schleuderten die gleisnerischen B├╝cher auf den Grund des Tunnels, starben hinabgest├╝rzt von den Menschen weit entlegener Regionen. Andere wurden wahnsinnig... Die Rechtfertigungen existieren (ich habe zwei gesehen, die sich auf k├╝nftige Personen, auf wom├Âglich nicht blo├č imagin├Ąre Personen beziehen), aber die Sucher bedachten nicht, da├č die M├Âglichkeit, da├č ein Mensch die seine oder eine t├╝ckische Variante der seinen findet gleich Null ist. Auch erhoffte man sich damals Aufschlu├č ├╝ber die Grundgeheimnisse der Menschheit: den Ursprung der Bibliothek und der Zeit. Wahrscheinlich lassen sich diese gewichtigen Mysterien in Worten erl├Ąutern; wenn die Sprache der Philosophen nicht ausreicht, d├╝rfte die Bibliothek die unerh├Ârte Sprache, die dazu erforderlich ist, hervorgebracht haben, sowie die W├Ârterb├╝cher und Grammatiken dieser Sprache. Schon vier Jahrhunderte lang durchst├Âbern die Menschen vergeblich die Sechsecke... Es gibt amtliche Sucher, Inquisitoren. Ich habe sie in Aus├╝bung ihres Amtes gesehen: sie sind immer ersch├Âpft; sie sprechen von einer Treppe ohne Stufen, die sie um ein Haar get├Âtet h├Ątte; sie sprechen mit dem Bibliothekar von Galerien und Treppen; manchmal greifen sie nach dem n├Ąchststehenden Buch und bl├Ąttern darin, auf der Suche nach ruchlosen W├Ârtern. Offensichtlich glaubt niemand, irgend etwas entdecken zu k├Ânnen. Auf die ├╝berschwengliche Hoffnung folgte ganz nat├╝rlich ├╝berm├Ą├čige Verzagtheit. Die Gewi├čheit, da├č irgendein Regal in irgendeinem Sechseck kostbare B├╝cher barg, da├č aber diese B├╝cher unzug├Ąnglich waren, erschien nahezu unertr├Ąglich. Eine L├Ąsterersekte schlug vor, man solle die Suche einstellen, alle Menschen sollten Buchstaben und Zeichen so lange durcheinander w├╝rfeln, bis sie auf Grund eines unwahrscheinlichen Zufalls diese kanonischen B├╝cher zusammenbr├Ąchten. Die Beh├Ârden sahen sich gezwungen, strenge Anordnungen zu erlassen. Die Sekte verschwand, aber in meiner Kindheit sah ich alte M├Ąnner, die lange auf dem Abtritt verweilten, mit ein paar Metallscheiben in einem verbotenen W├╝rfelbecher, kraftlos bem├╝ht, die g├Âttliche Unordnung nachzuahmen.
Andere waren umgekehrt der Meinung, zuallererst m├╝├čten die ├╝berfl├╝ssigen B├╝cher ausgemerzt werden. Sie brachen in die Sechsecke ein, zeigten nicht immer falsche Beglaubigungsschreiben vor, bl├Ątterten verdrossen in einem Band und verdammten ganze Regale. Ihr hygienischer Asketeneifer tr├Ągt die Schuld daran, da├č Millionen B├╝cher sinnlos vernichtet wurden. Heute sind ihre Namen ein Greuel; wer aber die Thesauri beklagt, die ihrer Wut zum Opfer fielen, ├╝bersieht zwei allbekannte Tatsachen. Die eine: die Bibliothek ist so gewaltig an Umfang, da├č jede Schm├Ąlerung durch Menschenhand verschwindend gering ist. Die andere: jedes Exemplar ist zwar ein zig, unersetzlich, aber da die Bibliothek total ist, gibt es immer einige Hunderttausende unvollkommener Faksimiles: Werke, die nur in einem Buchstaben oder Komma voneinander abweichen. Entgegen der allgemeinen Anschauung wage ich die Vermutung, da├č die Folgen der von diesen S├Ąuberern ver├╝bten Pl├╝nderungen wegen der Entsetzens ├╝ber diese Fanatiker zu hoch eingesch├Ątzt worden sind. Sie waren von dem Wahn getrieben, die B├╝cher des Scharlachroten Sechsecks zu erobern: B├╝chel kleineren Formats als die nat├╝rlichen, allm├Ąchtig, erlaucht und magisch. Auch wissen wir von einem anderen Aberglauben jene Zeit: dem an den Mann des Buches. In irgendeinem Rega irgendeines Sechsecks (so dachten die Menschen) mu├č es ein Buch geben, das Inbegriff und Auszug aller ist: eir Bibliothekar hat es gepr├╝ft und ist Gott gleich. In de' Sprache dieser Zone haben sich noch Spuren des jenem zeitentfernten Beamten geweihten Kults erhalten. Viele begaben sich auf Pilgerschaft nach Ihm. Ein Jahrhundert lang schlugen sie umsonst die verschiedensten Richtungen ein. Wie sollte man auch das verehrte Geheim-Sechseck orten, das ihn beherbergte? Jemand schlug eine regressive Methode vor: um das Buch A zu lokalisieren, mu├č man zuvor ein Buch B heranziehen, das den Ort von A angibt; um das Buch B zu lokalisieren, mu├č man zuvor ein Buch C konsultieren, und so ins Unendliche... Mit dergleichen Abenteuern habe ich meine Jahre verschleudert und verzehrt. Ich halte es nicht f├╝r unwahrscheinlich, da├č es in irgendeinem Regal des Universums ein totales Buch gibt***, ich flehe zu den unerkannten G├Âttern, es m├Âge einen Menschen geben - einen einzigen, und habe er vor tausend Jahren gelebt -, der es untersucht und gelesen hat. Wenn Ehre, Weisheit und Gl├╝ck nicht f├╝r mich sind, m├Âgen sie es f├╝r andere sein. M├Âge der Himmel existieren, auch wenn mein Ort die H├Âlle ist. Mag ich beschimpft und zunichte werden, aber m├Âge in einem Augenblick, in einem Sein Deine ungeheure Bibliothek ihre Rechtfertigung finden.
Die Ruchlosen behaupten, da├č in der Bibliothek die Sinnlosigkeit normal ist, und da├č das Vernunftgem├Ą├če (ja selbst das schlecht und recht Zusammenh├Ąngende) eine fast wundersame Ausnahme bildet. Sie sprechen (ich wei├č es) von der Fiebernden Bibliothek, deren Zufallsb├Ąnde st├Ąndig in Gefahr schweben, sich in andere zu verwandeln, und die alles behaupten, leugnen und durcheinanderwer fen wie eine delirierende Gottheit". Diese Worte, die nicht nur die Unordnung denunzieren, sondern sie mit einem Beispiel belegen, liefern einen offenkundigen Beweis des verwerflichen Geschmacks der Urheber und ihrer verzweifelten Unwissenheit. In der Tat birgt die Bibliothek alle Wortstrukturen, alle im Rahmen der f├╝nfundzwanzig orthographischen Symbole m├Âglichen Variationen, aber nicht einen absoluten Unsinn. Es er├╝brigt sich zu bemerken, da├č der beste Band der vielen Sechsecke, die ich verwalte, >Gek├Ąmmter Donner< betitelt ist, und ein anderer >Gipskrampf< und wieder ein anderer >Axaxaxas Ml├Â

.  | index








 
shim Home of Literature, Poetry and Culture. Write and enjoy articles, essays, prose, classic poetry and contests. shim
shim
poezii  Search  Agonia.Net  

Reproduction of any materials without our permission is strictly prohibited.
Copyright 1999-2003. Agonia.Net

E-mail | Privacy and publication policy

Top Site-uri Cultura - Join the Cultural Topsites!